Sonntag, 26. Mai 2013

Cook & Bake | Käsekuchen (oder Käsekuchencreme)

Ich liebe es zu backen, vor allem weil es dann so gute Sachen zum Verkosten gibt. :) Während meines Urlaubs bei meiner Tante wollten wir für ein etwas größeres Familienessen eine nette Nachspeise zaubern. Problem: Der Backofen ist nicht mehr ganz in Ordnung und es ist schwer darin zu backen, weil er auf der einen Seite mehr heizt, als auf der anderen.
-> Lösung: ein "No-Bake Cake"

Zuerst habe ich mal Google bemüht und bin hier gelandet. Das sah alles ganz lecker aus und daher haben wir beschlossen den Kuchen einfach auszuprobieren. Vor das erste Problem stellten uns gleich mal die Zutaten.

Gesüßte Kondensmilch? Durch Internetrecherche haben wir herausgefunden, dass es das als "Milchmädchen" von Nestle im Supermarkt gibt. Ich habe es bei Rewe eingekauft, habe aber auch die Bestätigung meiner Tante (arbeitet dort), dass es Milchmädchen auch bei Edeka gibt. In Österreich konnte ich Milchmädchen nicht finden. Bei Spar und Billa gab es überhaupt keine gesüßte Kondensmilch. In einer großen Merkurfiliale (die kleine hatte keine vorrätig) konnten wir dann gesüßte Kondensmilch in der Tube (auch von Nestle) finden. Sie hat genauso 9% Fett, riecht und schmeckt genau gleich wie "Milchmädchen". 

Die nächste Herausforderung war der "prepared pie crust". Wir konnten so etwas nicht finden und haben es daher zunächst selbst versucht. Wir kamen auf die Idee Kekse zu zerbröseln und einfach für "unten drunter" zu verwenden. Das hat - und das hätte uns eigentlich gleich klar sein müssen - nicht geklappt. Ohne irgendein "Bindemittel" sind es weiterhin nur Keksbrösel. Sie haben also nichts gebracht, und wir haben es beim nächsten Mal ohne gemacht und einfach nur die "Creme" in einer Schüssel getan.
Weiß jemand, wo man so einen "prepared pie crust" her bekommt? Oder wie man so etwas herstellen kann?

Noch ein Hinweis: Wir haben auf den frischen Zitronensaft verzichtet. Ich mag nämlich überhaupt keine Zitronen. Der Saft hätte aber wahrscheinlich die Süße des Ganzen etwas verringert.

Kommen wir zur eigentlichen Herstellung: 

Den Frischkäse (ich habe Philadelphia benutzt), sollte man schon einige Zeit vorher rauslegen, damit er nicht so kalt ist und leichter schmilzt.
Dann benötigt man einen Kochtopf. Dort die entsprechende Menge Frischkäse (ca. 237g) hineintun und langsam schmelzen lassen. Die Herdplatte nur auf mittlere Hitze aufdrehen. Wenn der Frischkäse geschmolzen ist, kann man die gesüßte Kondensmilch langsam dazu tun. Ständig umrühren!

Nun müsst ihr so lange rühren, bis die Masse schön cremig wird, und es keine Firschkäseklumpen mehr gibt. Danach den Vanillezucker und den Zitronensaft (auf den ich verzichtet habe) unterrühren. Rührt noch so lange weiter, bis die Flüssigkeit etwas dicker wird.

Danach füllt ihr die Masse entweder auf einen fertigen Tortenboden, oder ihr füllt sie - so wie ich - in kleine Schüsselchen. Nun lässt ihr die Creme etwas in der Küche stehen, und so bald sie nicht mehr so heiß ist, stellt ihr sie in den Kühlschrank. Dort sollte sie mindestens 3 Stunden bleiben.

Kurz vorm Servieren, noch einfach mit Früchten, oder was ihr sonst wollt, dekorieren und fertig ist euer Käsekuchen oder eure Käsekuchencreme!


Guten Appetit!

Kommentare:

  1. Für einen Keksboden, wie sie den im eigentlichen Rezept verwenden, vermischt man Kekskrümel mit flüssiger Butter und lässt die Mischung dann in einer Form abkühlen. Inder Regel im Verhältnis 2 Teile Keks auf 1 Teil Butter

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für diesen Tipp! Werde ich beim nächsten Mal ausprobieren!

      Löschen
  2. Es hätte sicher auch funktioniert, wenn du einen fertigen Tortenboden aus Bisquit gekauft hättest, die gibt es in jedem Supermarkt

    AntwortenLöschen

Ich freue mich sehr über einen Kommentar von dir! Ich behalte mir allerdings die Moderation von unangemessenen Beiträgen (Beleidigungen, etc.) vor. Sachliche Kritik ist aber immer gerne gesehen.