Montag, 6. Januar 2014

away on travel | Interrail - Berlin (Tag 2 & 3)


Von Leipzig aus machte ich mich auf den Weg nach Berlin. Und dann kamen die ersten Probleme mit der Bahn. Der Zug hatte technische Probleme, sie konnten aber einen Ersatzzug beschaffen. Der hatte allerdings weniger Sitzplätze und ich bekam schon Panik, da die Reservierungen nun auch umsonst waren. Erfreulicherweise konnte ich mir noch einen Platz sichern und der Zugbegleiter war sehr freundlich und half mir sogar mit meinem Gepäck. Über Lautsprecher entschuldigte er sich für die Umstände und versicherte, dass man den Platz, den man jetzt habe, auch weiterhin haben werde, und von niemand weg genommen werden könnte, weil die Reservierungen eben wegen des anderen Zugtypes ungültig seien.

Die Bahnfahrt war recht angenehm und wir hatten nur eine geringe Verspätung.
In Berlin angekommen staunte ich erstmal. Der Bahnhof ist wunderschön! Weniger schön war, dass der Platz bei den Fahrplänen sehr gering bemessen ist. Ich hatte eine Gruppe von Touristen vor mir, die alle zusammen den Plan gefühlte 2 Stunden studierten. Nachdem ich dann auch endlich nachsehen konnte, entnahm ich dem Plan das Gleis und die Abfahrtszeit der nächsten S-Bahn, die mich zum gewünschten Ziel brachte. Die Aussicht von den oberen Gleisen war herrlich und ich fühlte mich einfach wunderbar. Berlin zu besuchen war immer schon ein Traum von mir.



Am Bahnhof Friedrichstraße musste ich umsteigen und suchte erstmal das richtige Gleis. Das war leider nicht so einfach, da es sehr versteckt war, meiner Meinung nach. Nach wenigen Minuten kam ich bereits an der Station Oranienburger Straße an. In Fußnähe davon befand sich mein Hotel.


Die Preise für ein Einzelzimmer in der Hochsaison waren relativ hoch. Vor allem wollte ich mitten in der Stadt in einem relativ modernen Umfeld wohnen. Daher entschied ich mich, einmal in einem Mehrbettzimmer zu schlafen. Das war natürlich wesentlich günstiger. Leider konnte man sich das Bett aber nicht aussuchen, weshalb ich ziemlich aufgeregt war. Ich hoffte darauf, bei einem Etagenbett nicht oben schlafen zu müssen. Erfreulicherweise waren die Etagenbetten bereits belegt und ich hatte ein "normales" Bett zur Verfügung. Mit dem Hotel war ich sehr zufrieden, die Betten waren bequem und das Zimmer (auch das Bad) sehr sauber. Ich habe im Meininger Hotel im Humboldthaus übernachtet.
Im Zimmer war es - wie überall zu dieser Jahreszeit - sehr warm und ich vermisste schmerzlich eine Klimaanlage. Trotzdem ließ es sich halbwegs aushalten, das Zimmer war eher schattig gelegen. Welch ein Glück!
Nachdem ich mich etwas ausgerastet hatte (die 2 Stunden im Schlaf im Nachtzug machten sich langsam bemerkbar) und eine Mitbewohnerin kennen gelernt hatte, wollte ich mich auf den Weg ins Museum machen.
Ich hatte mir das DDR-Museum ausgesucht, da es auf der Webseite sehr spannend wirkte und mich das Thema ja grundsätzlich sehr interessiert, wie ich im Leipzig-Post bereits schrieb. Es war heillos überfüllt und sehr klein. Ich fand dort wenig interessantes und hatte mir mehr davon versprochen. Auch das dazugehörige Restaurant, die "Domklause", hielt meiner Meinung nach nicht das, was sie verspricht. Ich trank nur schnell was und machte mich auf den Rückweg.
Eigentlich hatte ich noch einen Besuch im KaDeWe eingeplant. Dafür war ich nur zu müde. Da ich mein Abendessen nicht wie geplant im Restaurant Domklause einnahm, wollte ich für den Abend eine Kleinigkeit in einem Supermarkt besorgen. In der näheren Umgebung fand ich leider keinen und das Handy spuckte auch nichts aus. Daher wollte ich nachher im Hotel nachfragen. Ich musste ungeplant umsteigen und - tada!! - plötzlich sah ich einen Supermarkt! Da hatte das ungeplante Ende der Straßenbahnfahrt also was Gutes.
Zurück im Hotel machte ich mir ein Brötchen fertig und verstaute den Rest der Lebensmittel im Kühlschrank. Das ist ein großer Vorteil der Hotelkette. Es gibt für alle eine Gemeinschaftsküche mit einem großen Kühlschrank. Das empfand ich als sehr angenehm und ist sicherlich besonders bei längeren Aufenthalten nützlich.
Am Abend lernte ich noch die restlichen Mitbewohnerinnen kennen und konnte dann gegen 23 Uhr endlich einschlafen. Das ging erstaunlich schnell und ich schlief sehr gut. Das hatte ich in Anbetracht der ungewohnten Situation gar nicht erwartet. Vielleicht lag es aber auch einfach nur daran, dass ich wirklich richtig müde war.
Das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen war ausgezeichnet! Gut gestärkt machte ich mich auf auf eine weitere Entdeckungstour. Ich wollte so eine Hop-on-Hop-off-Tour mitmachen, da man so wohl am schnellsten viel sieht. Und da die Zeit ja knapp bemessen war, empfand ich dies als einzige Lösung. Im Hotel durchsuchte ich verschiedene Flyer und entschied mich dann spontan für einen Anbieter. Nach 2 Stationen konnte ich dann auch endlich auf einen Fensterplatz wechseln und hatte dann die ideale Sicht, um eine Menge Fotos machen zu können!

Da diese geballte Ladung Fotos hier den Rahmen sprengen würde, mache ich dazu einen eigenen Berlin-Fotos-Post. klick

Am frühen Nachmittag ging dann mein Zug nach Hamburg. Ich wollte noch am Bahnhof essen und fand dort zum Glück auch eine geöffnete Apotheke. Ich wollte am nächsten Tag, das war dann ein Montag, in Hamburg eine Apotheke suchen, in Berlin extra eine mit Notdienst zu suchen wollte ich dann auch nicht. Somit war es ein Glücksfall, dass die Apotheke am Bahnhof 24/7 geöffnet hat. Mein Problem: Meine Haut war an einer Stelle furchtbar rot und juckte. Ich hatte mich eigentlich gut mit Sonnencreme eingecremt, trotzdem wurde es immer roter. Die Apothekerin meinte, dass dies eindeutig nach einer Sonnenallergie aussähe. Mein Gedanke war: "Was ist denn das?" Jedenfalls bekam ich eine Creme, die auch sofort auftrug und die wirklich half. Ich musste die Stelle noch ein paar Tage eincremen und danach war alles vorbei. Bin heute noch sehr dankbar, dass mir die Apothekerin so gut helfen konnte!
Mein Zug kam bereits verspätet in Berlin an und machte sich dann aber zügig auf den Weg nach Hamburg!

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