Donnerstag, 17. April 2014

gelesen | Damals war ich vierzehn

Das Buch "Damals war ich vierzehn" entstand in einem Gemeinschaftsprojekt mehrerer Autoren u.a. Winfried Bruckner, Christine Nöstlinger  und Käthe Recheis. Im Buch werden mehrere kürzere Erlebnisse der Autoren während der Zeit des Nationalsozialismuses geschildert.

Diese Erlebnisse werden aus der Perspektive des Kindes erzählt. Daher auch der Titel "Damals war ich vierzehn", obwohl diese Aussage natürlich nicht auf alle Autoren zutrifft. Der Reiz dieses Buches liegt darin, dass es teilweise so kleine Alltagsgeschichten sind, aber man sich gut in die Situation hineinversetzen kann. Mit dem geschichtlichen Hintergrundwissen, dass der Leser hat (bzw. haben sollte) liest man die Geschichte von z.B. Renate Welsh ganz anders. Als kleines Mädchen verstand sie noch nicht, warum sie nun eine Ohrfeige bekam, als sie beim Einkaufen ein Lied singen wollte. Dass dieses Lied sie alle ins KZ bringt, kann das kleine Mädchen natürlich noch nicht verstehen.

Das Buch ist speziell für Kinder bzw. eher Jugendliche geeignet. Es bietet einen etwas anderen Zugang und zeigt wie sich das System im Alltag ausgewirkt hat. Ich habe das Buch zum ersten Mal auch mit rund 12/13 Jahren gelesen.

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