Mittwoch, 27. April 2016

away on travel | Athen (Griechenland)


Athen, bzw. Griechenland im Allgemeinen standen bisher nicht auf meiner Liste der unbedingt zu besichtigenden Reiseziele. Das lag vor allem an den dort vorherrschenden höheren Temperaturen, da ich Hitze nicht besonders gerne mag.
Doch vor ein paar Monaten hatte ich beschlossen, dass ich dieses Jahr auch neue Orte, die nicht so typisch für mich sind, entdecken möchte. Ich habe einen günstigen Flug und ein günstiges Hotel gefunden und so kam es zu meinem Wochenende in Athen. Im April sollten die Temperaturen noch in einem erträglichen Rahmen bleiben.


25 Stunden für eine Großstadt? Reicht das denn aus? Ist das nicht nur purer Stress?
Ja, warum denn nicht.
Kommt drauf an.
Muss nicht sein.
Kommen wir gleich einmal auf den Faktor Zeit zu sprechen. Wochenendreisen sind natürlich immer recht kurz, aber man kann leider nicht immer noch Tage frei nehmen. Zumindest bei mir ist das eher recht schwierig und damit bleibt meistens nur das richtige Wochenende übrig. Generell versuche ich dann aber auch das Wochenende richtig gut auszunutzen und das bedeutet zumeist ein Abflug am Samstag gegen 7 Uhr früh und eine Ankunft am Sonntagabend. Bei einem Flug nach Athen ist das (von Wien aus) aber leider nicht möglich, denn ich habe schon den frühesten Hinflug und spätesten Rückflug gewählt.
Jetzt fragt ihr euch bestimmt, ob sich das auszahlt. Das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, denn es ist natürlich sehr wohl so, dass man in 25 Stunden (wo man natürlich auch noch die Zeit fürs Schlafen etc abziehen muss) selbstverständlich nicht alles Interessante/Wichtige/Sehenswerte in Athen gesehen haben kann. Das ist ein Fakt, den ich hier auch sicher nicht schönreden möchte.
Mir persönlich ging es vor allem darum mal einen Eindruck zu bekommen, ich wollte gerne die Akropolis sehen und mir ein Wochenende „woanders“ gönnen. Eine Auszeit sozusagen. Mit ein bisschen Abenteuer und Kultur dazu. Für meinen Anspruch war die Zeit daher ausreichend. Ich habe wohl nicht so viel gesehen, was die Sehenswürdigkeiten betrifft. Statt im Pool zu schwimmen, hätte ich mir noch das eine oder andere ansehen können. Aber würdet ihr in der Hitze lieber noch irgendein Gesteinsdings anschauen oder im Pool auf der Dachterrasse mit den Blick über die Dächer von Athen ein bisschen im kühlen Pool schwimmen?



Wie ihr sehen könnt, habe ich mich für den Pool entschieden. :D

Sehenswürdigkeiten und andere Empfehlungen:

Was man unbedingt gesehen haben muss: die Akropolis
Die Akropolis ist wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit Athens.
Es gibt eine U-Bahnstation bei der Akropolis (Acropoli, rote Linie), ihr nützt dann den Seiteneingang. Oder ihr nähert euch von der Station Monastiraki (blaue und grüne Linie) aus und geht noch ein Stückchen durch den Stadtteil Plaka.

Ich habe mich dazu entschieden ein Taxi zu nehmen (die sind in Athen vergleichsweise sehr günstig und ich hab das über die Rezeption geregelt, daher gab es auch kein Verständigungsproblem) und das brachte mich zum Haupteingang bzw. soweit es eben möglich ist. Da muss man nur noch rund 500 Meter leicht bergauf gehen.
Ich habe zuvor im Internet nach Weg- und vor allem Zeitangaben gesucht und konnte aber keine wirklich aussagekräftigen finden. Daher möchte ich hiermit gerne meine Erfahrungen weitergeben:
Ab der Absperrung, wo keine Autos mehr durch können: ca. 7 Minuten, leicht bergauf bis zum Ticketschalter. Danach nochmal ca. 5 Minuten bis zur Akropolis selbst. Zum Teil Stufen.

Wie weit es durch den Stadtteil Plaka ist, kann ich nicht sagen. Aber es dürfte durchaus ein Stückchen sein. Vor allem sollte man die zu überwindende Höhe meiner Meinung nach nicht unterschätzen. Ich würde mit mindestens 30 Minuten rechnen.
Ab der U-Bahnstation Akropolis (Acropoli, rote Linie) braucht man zwei Minuten bis zum Seiteneingang, wo man ebenfalls Tickets erhält. Dann geht es zu Fuß über sehr viele Stufen (sehr hoch und generell sind die Wege größtenteils sehr steil und rutschig) zur Akropolis. Ich würde hier ebenfalls 30 Minuten einrechnen.
Wer Probleme hat hohe Stufen (ich rede von 30cm+) zu erklimmen, sollte lieber den Weg über den Haupteingang wählen. Ich habe beim Abstieg den Weg zum Seiteneingang genommen und kann berichten, dass die Stufen nicht so einfach zu überwinden sind. Ich habe oft nur Minischritte gemacht um nicht zu stürzen.


Nach dem anstrengenden Auf- und dann wieder Abstieg, tut eine kleine Erholung bei griechischem Joghurt besonders gut. Nur drei Minuten vom Seiteneingang entfernt findet ihr die Fresko Yogurt Bar, wo es köstliches griechisches Joghurt (in verschiedenen Varianten 2%, 10%, Schafsmilchjoghurt etc.) mit verschiedenen Toppings gibt. Die klassische und laut dem Mitarbeiter auch beliebteste Variante ist jene mit Sauerkirschtopping. Ich liebe Kirschen (sollte das hier noch nicht bekannt sein, wisst ihr es jetzt :D) und war bereits auf der Akropolis entzückt, als ich am Snackstand nahe des Ticketverkaufs Sauerkirschlimonade entdeckte. Sehr lecker und fast überall zu finden, wie ich später begeistert feststellte. 
Kommen wir aber zum leckeren griechischen Joghurt zurück. Das gibt es natürlich auch mit anderen Toppings und die kleine Portion kostet 2,80€. Der Laden ist klein, aber ihr könnt draußen an netten Holztischen sitzen und die Menschen beobachten. Das finde ich gerade im Urlaub bzw auf Reisen immer sehr spannend. Geht euch das auch so?
Adresse: Dionysiou Areopagitou 3, 11742 Athen


Zweiter Punkt auf meiner Liste der Sehenswürdigkeiten war das Parlament, früherer Palast am Syntagma Platz. Das sieht ganz nett aus, aber nun ja auch nicht so beeindruckend. Interessant ist es aber, die Menschen rund herum zu beobachten. Außerdem habt ihr vielleicht Glück und könnt bei einer Wachablösezeremonie zusehen. Ich konnte nicht herausfinden in welchen Intervallen die stattfindet, bin aber am Abend durch Zufall vorbei gekommen. 




Vom Syntagmaplatz aus geht die Straße "Ermou" weg. Dort, gleich rechts findet ihr einen Imbiss, wo ich das erste Gyros meines Lebens gegessen habe. Das war zwar recht gut, mir aber doch etwas zu würzig. Allerdings bin ich da generell sehr heikel, ich bin kein Freund von großartig (scharf) gewürzten Sachen. Athen stand da ganz im Zeichen des Ausprobierens. Sonst keine Eigenschaft, die man mir nachsagt. :) Für rund 3€ (mal schauen, ob ich den Kassenbeleg noch finden kann) bekommt man eine wirklich sättigende Mahlzeit. Mein Pork Gyros auf Pita hatte auch noch Kartoffelpommes dabei und auch Salat, Tomaten etc. wären noch kostenlos dabei gewesen.
Adresse: Ermou, vom Syntagmaplatz aus gleich am Anfang auf der rechten Seite

Gyros habe ich allerdings erst am Sonntag auf dem Weg zum Flughafen probiert, mein Abendessen Samstag Abends habe ich bei T.G.I. Fridays eingenommen. Das Lokal wurde in meinem Reiseführer erwähnt und da ich es in Wien schon noch nie geschafft hatte, sollte es eben in Athen so weit sein.

Die Filiale Kolonaki liegt zwischen den zwei U-Bahnstationen Syntagma (rote Linie) und Evangelismos (blaue Linie) und kann durch einen kurzen Fußweg vorbei an sehr schönen Häusern (Botschaften ;)) erreicht werden. Mein Essen war wieder sehr würzig, aber ganz ok. Vermutlich für mich einfach nicht so ganz das Richtige gewesen. Habe trotzdem die Hälfte der Riesenportion geschafft. Insbesodere die Beilage – Kartoffelpürree mit Käse drin – war sehr lecker und auf Anfrage auch extra angerichtet. Besondere Empfehlung für den leckeren Milchshake!
Falls ihr auch mal Lust auf etwas nicht Griechisches habt:
Adresse: 2 Neofitou Vamva Str, 106 82 Kolonaki



Jetzt war es dann aber auch langsam Zeit für die Fahrt zurück ins Hotel. Denn mittlerweile war es bereits dunkel, da bereits 21 Uhr. Trotzdem war es aber noch so warm, dass man nur mit kurzärmeligen T-Shirt bekleidet rumlaufen konnte. Für den Heimweg entschied ich mich für einen anderen Weg und Stieg bei der U-Bahnhaltestelle Omonia aus. Auch diesen Platz wollte ich mal gesehen haben und abends war da auch noch einiges los. Meine Neugierde wurde aber von einem anderen Bedürfnis verdrängt, weshalb ich möglichst schnell zurück ins Hotel wollte. Jetzt kommen wir zu dem Teil mit den super toll beschrifteten und beleuchteten Straßen Athens. Natürlich nicht. Also bin ich erstmal zu weit gelaufen, was aber auch nicht so schlimm war, weil ich trotzdem noch queren konnte und somit kaum Meter umsonst gemacht habe. Unsicher habe ich mich auch im relativ Dunklen nicht gefühlt, da es trotzdem ein paar offene Imbisse etc. gab und meine Gedanken sowieso nur aufs Ziel gerichtet waren. Ich bin auch froh über meinen doch recht gut ausgeprägten Orientierungssinn, denn ganz einfach war es nicht. Es versprühte sogar ein wenig den Zauber von Abenteuer. Diese Geschichte sollte ich in meiner Familie aber lieber nicht erzählen. :) Da machen sie sich nur zu viele unnötige Sorgen. Ausgehend von ihrer eigenen Situation, denn woher ich meinen Orientierungssinn habe, kann ich nicht sagen. Geerbt wohl kaum, denn in meiner Familie ist er kaum ausgeprägt.
Wie auch immer, ich bin gut im Hotel angekommen und nach einer kurzen Erholung am Zimmer noch auf die Dachterrasse um die Akropolis aus einer anderen Perspektive und schön beleuchtet zu sehen.

Nach einer erholsamen Nacht gab es ein sehr leckeres Frühstück. Ich bin relativ zeitig (8 Uhr ;) ) aufgestanden, denn nach dem Frühstück habe ich schon ein paar Dinge gepackt und habe danach auf die Dachterrasse geschaut, ob der Pool nun wirklich geöffnet war. Er war es, weshalb ich das schöne Wetter ausgenutzt habe und in den Pool gehüpft bin. Naja eigentlich habe ich mich ganz langsam vorgearbeitet. Eine Zehe nach der anderen oder so. Denn obwohl es schon recht warm war, fühlt sich das Wasser ja meistens zu Anfang etwas frisch an.

Hotel: 




Ich habe im Novotel Athenes übernachtet. Das 4-Sterne-Hotel hat sehr schöne große Zimmer mit einem tollen Bad und ein Früstücksbuffet mit großer Auswahl. Highlight ist wahrscheinlich der Pool auf der Dachterrasse von der man einen tollen Blick über Athen und auch die Akropolis hat.




Fazit:

Athen hat mir erstaunlich gut gefallen. Ich kann mir vorstellen wieder zu kommen.

Tipps:

Erkundigt euch zuvor, ob ihr zu einer der Gruppen gehört, die im öffentlichen Verkehr reduzierte Tickets (halber Preis!) verwenden dürfen. Dazu zählen zum Beispiel Studenten unter 25 Jahren!
Für Studenten gibt es kostenlosen Eintritt zur Akropolis. Trotzdem beim Ticketschalter anstellen, dort den Studentenausweis herzeigen und ihr erhaltet ein kostenloses Ticket.










PS: Wer meine Reisen gerne mehr oder weniger live verfolgen möchte, schaut am besten auf Instagram vorbei.

Kommentare:

  1. Toller Bericht :-) reist du immer allein? Viel freude noch

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für dein Feedback! Nein, ich reise nicht immer alleine. Allerdings sehr oft, da ich selten eine passende Reisebegleitung finde. :D

      Löschen
  2. Hey Maggy!
    Ein wirklich super Bericht! Hab jetzt richtig Lust selbst einmal nach Athen zu fahren. Ich werde dabei auch sicher einige deiner Tipps beherzigen. Meine letzte Reise führte mich nach Paris. Ist auch eine wirklich empfehlenswerte Stadt. Das einzige was mich bei meinem letzten Trip wirklich geärgert hat, war das Taxi von Schwechat nach Wien, dass ich mir gegönnt habe. Habe dafür nämlich über 35€ bezahlt. Eine Frechheit! Überhaupt wenn man danach noch recherchiert und dann Taxis für 24€ (http://airport-taxi-wien.wien/de/) findet... Also mein Tipp, falls du dir jemals ein Taxi von oder zum Flughafen gönnen möchtest, informiere dich vorher!!

    LG Regina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Regina und herzlich Willkommen auf meinem Blog! Freue mich, dass dir mein Bericht gefallen hat. :) Würde mich freuen, wenn du öfters vorbei schaust. Der nächste Reisebericht ist schon im Endstadium und sollte demnächst online kommen.
      In Paris war ich auch schon, allerdings mit der Schule und ich fand es nicht so besonders. März ist da aber vermutlich auch nicht die beste Reisezeit.
      Danke für deinen Taxitipp, das schaue ich mir gleich mal an. Ich bin schon einmal mit redcab von Austrian Airlines gefahren und die kosteten auch 35€. Ich finde den Preis gar nicht so schlimm (aber günstiger ist natürlich immer besser), aber den Service bei der Fahrt vom Flughafen nach Wien unterirdisch und für dieses Geld eine Frechheit.

      LG Maggy

      Löschen

Ich freue mich sehr über einen Kommentar von dir! Ich behalte mir allerdings die Moderation von unangemessenen Beiträgen (Beleidigungen, etc.) vor. Sachliche Kritik ist aber immer gerne gesehen.